Abbrüche vermeiden – faire Bedingungen schaffen!

RCDS fordert vergleichbare und flexible Hochschulausbildung

Der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) Niedersachsen fordert anlässlich der Studie des DZHW zu hohen Studienabbrecherquoten klare Voraussetzungen und eine flexiblere Ausbildung.

Wie das Deutsche Zentrum für Hochschulentwicklung (DZHW) in einer gestern veröffentlichten Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) herausfand, ist die Quote der Studienabbrecher im Bachelor mit beinahe einem Drittel der Anfänger sehr hoch. Besonders Studenten mit Migrationshintergrund brechen aus Unkenntnis der Situation ihr Studium oft ab.

Der Landesvorsitzende Henrik Wärner stellt klar: „Wir müssen weg von dem Gedanken, dass jeder Studienabbrecher ein gesellschaftlicher Verlierer ist.“ Es müsse zu einem Umdenken beim dem Thema kommen.

Studienfächer benötigten klare Anforderungsprofile, welche bereits in der Schule vermittelt werden. Zudem müsse die Studieneingangsphase flexibler gestaltet werden, damit Studenten die Fächer schneller wechseln oder eine Berufsausbildung eher anfangen könnten. Dies sichere die Qualität der Lehre in Berufs- wie Hochschule und schafft faire Studienbedingungen.

Der RCDS setzte sich bereits am 18. Februar 2017 im Rahmen eines Bildungskongresses mit Vertretern des DZHW und aus der Beratungspraxis zusammen. Gemeinsam diskutierten sie die Frage, wie die hohe Abbrecherquote zu vermeiden sei.

Dabei wurde deutlich, dass viele Schüler und Studienanfänger keine genaue Vorstellung über das Studienfach haben. Hier müssen die Voraussetzungen und Anforderungen des Studiums früher und deutlicher kommuniziert werden – insbesondere auch im Vergleich mit der dualen Ausbildung.