Für die digitale Zukunft bauen

Der RCDS Niedersachsen fordert die Hochschulen dazu auf, ihre Gebäude und Infrastruktur auf die Digitalisierung hin auszurichten.

Hannover – Digitalisierung verändert die Art des Arbeitens erheblich. Hierbei sind die Hochschulen nicht ausgenommen. Um hier Schritt halten zu können, fordert der RCDS Niedersachsen die Hochschulen auf, ihre baulichen Maßnahmen auf die Digitalisierung auszurichten. Die Chancen der Digitalisierung für Infrastruktur und Studenten seien immens. Um aber diese Chancen zu nutzen müssen zahlreiche bauliche Mängel beseitigt werden.„Wir müssen für die digitale Zukunft bauen, nicht für die Vergangenheit!“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende des RCDS Niedersachsen Gottfried Schwarz.

Die ständige Verfügbarkeit eines schnellen W-LANs auf dem Campus, ausreichend große Tische in den Hörsälen für Laptops und Tablets sowie Steckdosen sind kleine,wenn auch umso wichtigere Bausteine auf dem Weg zu einer digitalisierungsgerechten Universität. Räumlichkeiten für elektronisch ablegbare Prüfungen müssen Standard werden. Für Lehrkräfte sind Büroräume entsprechend auszustatten, dass ein Arbeiten im digitalen Raum möglich wird und neue Räume für digitale Aufnahmen zu errichten.Dabei entlastet eine erfolgreiche Digitalisierung mittelfristig Universitäten auch baulich. Hörsäle und Seminare werden weniger gebraucht oder könnten kleiner gebaut werden, Computerräume werden nicht mehr im selben Maße benötigt und Bibliotheken müssen zukünftig weniger Platz für ihre analogen Textbestände vorhalten. Kopiermöglichkeiten werden nicht mehr im selben Umfang gebraucht werden.

Der RCDS spricht sich dafür aus, den gewonnen Raum als Gruppen- oder Lernraum den Studenten zur Verfügung zu stellen, da es davon bisher im Allgemeinen zu wenige an den Hochschulen gibt. Damit erlaube man den Studenten, ihre Zeit erheblich besser zu nutzen, um sich dem wissenschaftlichen Arbeiten zu widmen.