Land muss für Wohnraum sorgen!

RCDS Niedersachsen fordert finanzielle Unterstützung des Landes zur Errichtung studentischen Wohnraumes

Hannover – Der RCDS Niedersachsen fordert die Landesregierung dazu auf, die Studentenwerke finanziell beim Bau neuer Wohnheime zu unterstützen,um die Wohnungsnot in Unistädten zu senken.
„Die Landesregierung ist gut darin, Geschenke in alle Richtungen zu verteilen, die maßgeblichen Probleme des Landes werden allerdings ignoriert“, kritisiert Henrik Wärner, Landesvorsitzender des RCDS Niedersachsen, die Pläne zur Wohnheimförderung in Niedersachsen für 2017/18. Der Zuschuss von 3,5 Millionen Euro an die Studentenwerke im vergangenen Jahr sei eindeutig zu gering.

„Er entspricht einem kleinen Tropfen auf einen großen glühenden Stein“, vergleicht Wärner den Nutzen des Programms. So kostete der Bau eines neuen Wohnheims nach aktuellen Auflagen einen zweistelligen Millionenbetrag. Dies kam aus Gesprächen mit verschiedenen Vertretern von Studentenwerken heraus. Die Hauptlast der Kosten trügen hierbei die Studenten.
„SPD und Grüne sprechen gerne über soziale Gerechtigkeit“, merkt Florian Hustede, Stellv. Landesvorsitzender RCDS an, “wenn es aber darum geht diese zu fördern, bleibt es bei Sonntagsreden.“ Da nicht jedes Fach an jedem Standort angeboten würde, müssen sich Kinder aus sozialschwächeren Familien zweimal überlegen, ob sie für ihr Wunschstudium umziehen oder ein Fach im nächstgelegenen Studienstandort suchen. Dies schwäche den Universitäts- und Wirtschaftsstandort Niedersachsen zusätzlich.
Wenn das Land die Zuschüsse an die Studentenwerke erhöht, könnten diese neue Wohnheimsplätze neu entstehen lassen, sowie bestehende Wohnheime renovieren. So könnte die Mietbelastung für Studenten gesenkt und Wohnungsnot in Universitätsstätten nachhaltig entgegengewirkt werden. Die Wohnsituation in Niedersachsens Universitätsstädten ist angespannt. Sie verschärft sich jährlich durch steigende Studentenzahlen. Der Zuschlag beim BAföG für Studenten, die nicht bei ihren Eltern leben, beträgt derzeit 198 Euro. Damit können sie den gesetzlichen Monatshöchstsatz von 735 Euro erreichen.

Warmmieten von 350 Euro oder höher sind in Niedersachsens Städten für Einzimmerwohnungen oder WG-Plätze kein Einzelfall sondern realistische Werte. Dazu müssen Studenten je nach Hochschule etwa 50 Euro monatlich für Studienbeiträge an die Hochschule abführen.