RCDS fordert Wiedereinführung des Diplom-Juristen

Hannover – Der RCDS fordert die Wiedereinführung der Diplomierung des ersten juristischen Staatsexamens. Mit der Novellierung des Niedersächsischen Hochschulgesetzes und der damit verbundenen Änderung des § 8 NHG wurde der Titel des Diplom-Juristen in Niedersachsen abgeschafft. Bereits im Dezember 2016 hat der RCDS Niedersachsen einen Antrag zur Wiedereinführung des Diplom-Juristen beschlossen.

Henrieke Hartmann, Mitglied im RCDS Landesvorstand Niedersachsen und Jurastudentin aus Göttingen erklärt: „Der Studienstandort Niedersachsen muss für die Jurastudenten attraktiv bleiben!“ Da es in den anderen Bundesländern noch den Abschlussgrad des Diplom-Juristen gibt, erfahren die Studenten in Niedersachsen durch die Abschaffung des Diploms einen großen Nachteil, auf dem umkämpften Arbeitsmarkt.

Gefragt wurden bei der Änderung des § 8 Abs. 1 NHG weder die drei juristischen Fakultäten in Niedersachsen (Göttingen, Hannover, Osnabrück) noch die Vertreter aus der Studentenschaft. Der RCDS Niedersachsen kritisiert das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur für diese Entscheidung und fordern, dass sich die Landesregierung den Fehler endlich eingesteht und Bereitschaft zeigt, nach einer Lösung zu suchen.

Der RCDS Niedersachsen wird sich weiter dafür einsetzen, dass die Abschaffung des Diploms rückgängig gemacht wird und die Jurastudenten mit einem akademischen Titel die gleichen Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben, wie Absolventen der anderen Bundesländer auch.