RCDS fordert: Wissenschaftliche Qualifikation statt ideologischer Blindheit und Hass

Hannover, 08.08.2016 – Wie kürzlich bekannt wurde hat eine Dozentin an der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen jahrelang unter dem Deckmantel vermeintlicher Wissenschaft Studenten Hass auf Israel eingebläut. Ohne ausreichende Qualifikation hatte die Dozentin Seminare zur Sozialarbeit in Israel angeboten und durch einseitige Darstellung unter Bezugnahme auf plumpe Propagandatexte den Studenten negative Vorstellungen von Israel vermittelt. Zahlreiche Medien, wie die Welt, berichteten bereits über diesen Vorfall. Der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) Niedersachsen zeigt sich entsetzt über diesen fatalen Antisemitismus an einer Bildungsstätte. Die grundgesetzlich garantierte Freiheit der Wissenschaft in Forschung und Lehre bedarf der Einhaltung von Mindeststandards, um auch eine objektive Freiheit von den persönlichen Einstellungen der Wissenschaftler gewährleisten zu können.

Henrik Wärner, Landesvorsitzender, sieht die Hochschulleitung in der Pflicht: „Wie kann es sein, dass eine Dozentin ohne erkennbare wissenschaftliche Qualifikation Seminare über Israel abhalten kann und dadurch ein vollkommen verzerrtes Bild zeichnen kann? Die Hochschulleitung hätte viel früher eingreifen müssen. Die Wissenschaftsfreiheit darf nicht dazu missbraucht werden, wissenschaftliche Qualifikation durch persönliche Ideologie zu ersetzen und gegen Juden zu hetzen. Als einzige Konsequenz lediglich das Institut umzubenennen ist ein katastrophales Signal.“

Der RCDS Niedersachsen fordert deshalb die Hochschulleitung und das niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) auf, personelle Konsequenzen zu ziehen und für die Zukunft Personalkonzepte zu finden, die ein Vorgehen wie dasjenige der Dozentin bereits im Vorhinein unmöglich machen.