Stellungnahme zu Studiengebühren für Studenten aus Nicht-EU-Staaten

Durch Studiengebühren für Studenten aus Nicht-EU-Staaten die Qualität der Niedersächsischen
Hochschulen stärken

Hannover – Nach dem Vorbild des niedersächsischen Landesrechnungshofes spricht sich auch der RCDS für eine Einführung von erhöhten Studienbeiträgen für jene ausländische Studenten aus, die nicht aus Mitgliedsstaaten der EU oder einer ausländischen Partneruniversität stammen. Der Anlass eines ausländischen Studenten in Niedersachsen zu studieren, soll die Qualität von Forschung, Lehre und Studium sein, und nicht einzig im kostenlosen Studienangebot begründet sein. Man würde damit dem Beispiel der grün-schwarzen Landesregierung Baden-Württembergs folgen, welche Studenten aus Nicht-EU-Ländern mit einer Gebühr von 1500 Euro pro Semester an den Kosten des Studiums beteiligt.

Der RCDS Niedersachsen fordert allerdings darüber hinaus, dass sichergestellt wird, dass eine soziale Verträglichkeit gewährleistet wird und damit die Internationalisierungsstrategien der Hochschulen nicht beeinträchtigt werden. Folgende Ausnahmeregelungen sind zu fordern: 1.) Nach dem Vorbild des baden-württembergischen LHGebG sind Studenten aus Nicht-EU-Ländern, die einen „gefestigten Inlandsbezug“ aufweisen, auszunehmen. 2.) Austauschstudenten, die von einer Partneruniversität stammen und dort Studienbeiträge zahlen, sollen von dieser Regelung befreit sein. 3.) Bedürftigen Studenten soll nach Prüfung der Bedürftigkeit die Möglichkeit eines Teil- oder Vollstipendiums geboten werden. So dass sichergestellt wird, dass auch Studenten aus den ärmsten Ländern weltweit in ihrer Studienwahl in Niedersachsen nicht nachhaltig beeinträchtig sind und so der Aufbau ihres eigenen Landes nach absolviertem Studium gewährleistet ist. 4.) Besonders begabte Studenten aus Nicht-EU-Ländern sollen nach Prüfung ihrer Begabung von dieser Regelung ebenfalls ausgeschlossen sein.
Durch eine solch fairere Finanzierung unserer Hochschulen hofft der RCDS die Qualität der Universitäten im Wohle aller zu verbessern.